Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
Mein Name ist Cem Özdemir. Sie kennen mich. Ich möchte Ministerpräsident meines Heimatlandes Baden-Württemberg werden. Hier bin ich zuhause. Ich wurde in Bad Urach geboren, habe dort die Schule besucht und später meine Ausbildung zum Erzieher in der evangelischen Fachschule in Freudenstadt gemacht. Vor drei Jahrzehnten wurde ich von Ihnen zum ersten Mal in den deutschen Bundestag gewählt. Seitdem mache ich Politik. Für das Land, für die Leute, die hier leben.
Ich habe nie vergessen, wo ich herkomme. Das Land und seine Menschen haben mir viel gegeben. Ohne Sie wäre ich nicht der, der ich heute bin. Jetzt will ich Ihnen etwas zurückgeben. Deshalb trete ich am 8. März 2026 bei der Landtagswahl an. Ich will das Versprechen auf eine starke und lebenswerte Heimat als Ministerpräsident erneuern und die Zukunft sichern. Mit Tatkraft, politischer Erfahrung und gesundem Menschenverstand.
Mit dem Begriff „Heimat“ verbindet jeder etwas anderes. Inzwischen ist es ein sehr umkämpfter Begriff. Manche pumpen die Vokabel wieder mit Blut und Boden auf. Dagegen kämpfe ich mit aller Kraft. Für mich bedeutet Heimat vor allem Geborgenheit, die Aussicht auf ein gutes Leben. Meine Eltern wurden in der Türkei geboren und haben in Bad Urach ihre neue Heimat gefunden. Dort habe ich sie auf ihren Wunsch auch begraben. Mehr Heimattreue geht wohl nicht.
Deshalb gilt für mich in allen Lagen die Prämisse, die mir meine Eltern mit auf den Lebensweg gegeben haben: Entscheidend ist nicht, wo einer herkommt. Entscheidend ist, wo jemand hinwill. Und wie er sich benimmt. Das passt gut zur Philosophie, die mir in Baden-Württemberg immer wieder begegnet ist.
Unser Land ist reich an Natur; Bodensee, Schwäbische Alb, Schwarzwald, die Täler von Rhein, Neckar und Donau. Jeder von uns hat dazu freundliche Bilder im Kopf. Ich denke zum Beispiel an den Wasserfall von Bad Urach, wo ich als Junge mit meinen Freundinnen und Freunden im Wald gespielt habe.
Dort, in den Tälern und auf den Höhen, kam beides zusammen; Freundschaft und Natur. Denn vor allem wird Baden-Württemberg von seinen Menschen geprägt. Von Ihnen allen. Nirgendwo sonst in Deutschland sind Schaffigkeit, Erfindergeist und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen so gegenwärtig und selbstverständlich wie bei uns.
Was hat das mit Politik zu tun? Alles. Ohne Gemeinsinn, Zuversicht und Zukunftskraft ist jede Politik, auch jeder Einzelne, verloren. Ohne diesen Schatz an guten Eigenschaften funktioniert kein Zusammenleben. Ich weiß das aus persönlicher Erfahrung. Wenn meine Eltern nicht weiterwussten, gab es Freunde, Lehrer, Eltern von Schulkameraden, die mich an die Hand genommen und mir geholfen haben.
Das ist der Geist, den wir auch in Zukunft brauchen und der uns stark macht. Wir kümmern uns umeinander, wir packen an, wo es etwas zu tun gibt. Wir halten zusammen. Wer jetzt die Augenbrauen hochzieht und zweifelt, dem sei gesagt: Nirgendwo sonst in der Bundesrepublik engagieren sich so viele Menschen ehrenamtlich und übernehmen Verantwortung füreinander. Auch da sind wir spitze! Und darauf können und sollten wir sehr stolz sein.
Ich war in den vergangenen Monaten fast täglich im Land unterwegs, um mit Ihnen ins Gespräch zu kommen. Um meine Ideen für Baden-Württemberg vorzustellen. Vor allem aber: um Ihnen zuzuhören. Das war wichtig und bereichernd. Deshalb gebe ich hier zu Protokoll:
Ich habe verstanden.
Schönfärberei liegt mir fern. Ich weiß, dass sich viele Menschen große Sorgen machen. Manche trauen dem Staat, den demokratischen Parteien und der Wirtschaft nicht mehr viel zu. Sie erwarten völlig zu Recht, mehr Sicherheit und Verlässlichkeit in allen Lebenslagen. Im Job, im öffentlichen Raum, beim Klima. Das Leben muss bezahlbar bleiben, im Supermarkt wie bei den Mieten. Die Aufgabe der Politik ist es nicht, Probleme zu beschreiben oder kleinzureden. Sondern Probleme zu lösen.
Das will ich angehen, mit all meiner Erfahrung nach 30 Jahren als Abgeordneter aus Baden-Württemberg und Bundesminister. Politik ist zuweilen ein vertracktes Geschäft. Aber ich kenne die Fallstricke und weiß, wie es geht, um das Beste zu erreichen. Denn das Beste kann noch vor uns liegen, wenn wir uns einen Ruck geben, einander zuhören, nicht übereinander herfallen und die Probleme gemeinsam anpacken.
Zeit des Umbruchs, Zeit der Chancen
Unser Land kann auf eine bärenstarke Geschichte zurückblicken. Aber reden wir Tacheles. Manche Grundlagen unseres Erfolges sind brüchig geworden. Der Sturm der Veränderung bläst uns stramm ins Gesicht. Kraftmeierei und nationalistische Alleingänge verdrängen gemeinsame Regeln, Zollmauern bremsen den freien Handel, unser technologischer Vorsprung ist geschrumpft. Unsere traditionellen Kernbranchen, Automobilindustrie und Maschinenbau, stehen vor einer historischen Bewährungsprobe.
Ob wir dem Druck standhalten und die Zukunft meistern, haben wir selbst in der Hand. Mir ist nicht bange. In Baden-Württemberg ist das Beste versammelt, was Deutschland zu bieten hat. Wir müssen die Talente nur abrufen und ihnen den Weg freimachen.
Die aktuellen Debatten sind von Wirtschaftsängsten und der Sorge um Sicherheit geprägt. Die Lösung dieser Probleme begreife ich als meinen persönlichen Auftrag. Sprech- und Denkverbote gibt es für mich nicht.
Die Klimakrise ist dabei zuletzt in den Hintergrund getreten, obwohl es keinen Grund gibt, Entwarnung zu geben. Der Klimawandel geht alle an, nicht nur meine Partei! Der Schutz des Klimas ist ein Gebot wirtschaftlicher Vernunft. Unter der globalen Erhitzung leidet unsere Heimat, leiden Mensch, Pflanzen und Tiere, leidet unsere Landwirtschaft. Nicht die Klimaschützer sind Wohlstandsvernichter, wie es manche behaupten. Der Klimawandel vernichtet Wohlstand in einem gigantischen Ausmaß, wenn wir ihn nicht stoppen.
Baden-Württemberg kann es
Ein „Weiter so“ darf es nicht geben. Die Zeit um zehn, zwanzig Jahre zurückdrehen, wie uns manche weismachen wollen, wird auch nicht funktionieren. Was ist zu tun? Wir müssen uns für die Härten unserer Zeit wappnen und unsere Widerstandskraft stärken. Wir müssen den Wettbewerb annehmen, mit Lust auf neues Denken und Mut zu neuen Taten. Ich will, dass Baden-Württemberg das deutsche Zentrum einer neuen Gründerzeit wird, in Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Wir können das.
Um die Weltmärkte der Zukunft zu erobern, müssen wir auf die Technologien der Zukunft setzen: auf Robotik und Künstliche Intelligenz, auf Wasserstoffwirtschaft und Umwelttechnologien. Auf Luft- und Raumfahrt sowie Quantentechnologie.
Die grünen Technologien und der Gesundheitssektor sind bei uns in den vergangenen Jahren besonders gewachsen. Es sind heute schon Erfolgsgeschichten. Darauf können wir uns nicht ausruhen. Ich werde alles dafür tun, damit das Auto der Zukunft in Untertürkheim, Zuffenhausen, Rastatt und Neckarsulm vom Band läuft. Wir brauchen einen Zukunftspakt mit Herstellern, Zulieferern und Beschäftigten.
Das Ziel ist Technologieführerschaft. Die gewinnt man nicht mit radikalen Sprüchen oder Parolen aus Wolkenkuckucksheim. Wir müssen den Wettbewerb um das emissionsfreie, digitale Auto von morgen gewinnen. In diesem Wettbewerb wird uns nichts geschenkt. Baden-Württemberg ist das Gehirn der Welt, das Geld damit verdienen andere. Das müssen wir ändern. Keine andere Region Europas investiert so viel Geld in Innovationen. Dieses Investment muss sich stärker auszahlen. Deshalb werde ich den Unternehmergeist stärken und Unternehmertum zur Chefsache machen.
Klimaschutz, der sich rechnet
Um auch in Zukunft ein führender Industriestandort zu bleiben und unseren Wohlstand sichern zu können, müssen wir bei der Produktion von klimafreundlichen Autos, ressourceneffizienten Maschinen und energiesparenden Produkten ganz vorne mitspielen.
Beim Weg in die neue Energiewelt dürfen wir nicht wackeln. Schon heute stammt die Hälfte des im Land erzeugten Stroms aus Sonne, Wind und Biomasse. Und das Wachstum geht weiter. Wir erleben eine Energierevolution mit Erneuerbaren. Mit grünen Ideen schwarze Zahlen schreiben – diese Idee war goldrichtig.
Gleichzeitig gilt: Mit schwarzen Zahlen grüne Ideen bezahlbar machen. Für Unternehmen, Handwerker und Bürger müssen wir Energiekosten so günstig wie möglich gestalten. Nur mit einer starken Wirtschaft kann Klimaschutz erfolgreich sein.
Unsere Natur ist bedroht. Mehr als jede dritte heimische Art ist gefährdet. Nicht nur wir Menschen brauchen regelmäßig Ruhe. Es braucht auch Orte, wo der Mensch die Natur in Ruhe lässt. Für die über 100 Naturschutzgebiete und unseren Nationalpark Schwarzwald mache ich mich deshalb stark.
Für ein neues Aufstiegsversprechen
Als Kind habe ich erlebt, welche Kräfte es in einem Menschen weckt, wenn andere an dich glauben. Wenn man nicht alleingelassen wird. Wie wichtig die Unterstützung durch gute Pädagoginnen und Pädagogen ist.
Umgekehrt braucht es Tugenden wie Pflichtgefühl und Leistungsbereitschaft. Das Aufstiegsversprechen der sozialen Marktwirtschaft will ich mit neuem Leben erfüllen. Wer sich anstrengt, gute Ideen hat und sein Bestes gibt, der soll auch etwas davon haben.
Das beginnt schon in der Kita. Dort werden die ersten Weichen für das Leben gestellt. Kein Talent darf uns verloren gehen. Gute Bildung, das weiß ich aus eigener Erfahrung, ist die beste Wirtschafts- und Sozialpolitik. Gute Bildung kostet Geld. Keine Bildung kommt uns viel teurer zu stehen.
Für ein echtes Miteinander
Ohne Begegnung, Diskussion, Austausch und Debatte fehlt der Demokratie die Zukunftskraft. Das wäre wie ein Daimler ohne Motor. Die Karosserie allein setzt nichts in Bewegung.
Deshalb liegen mir die Orte des Miteinanders besonders am Herzen: lebendige Innenstädte, die Dorfkneipe, der Sportverein, die Bürgerinitiative, die freiwillige Feuerwehr. Dort begegnen wir unseren Nachbarn, die vielleicht ganz anders ticken als wir selbst, die uns aber auch viel geben. Diese Orte müssen wir erhalten, um diese Orte will ich mich kümmern.
Das gilt auch für den digitalen Raum. Die sozialen Medien gehören heute zu unserem kommunikativen Alltag. Aber seien wir ehrlich: Sie haben das Gespräch zwischen Bürgerinnen und Bürgern oft nicht gestärkt, sondern geschwächt. Einen respektvollen Ton sucht man dort oft vergeblich. Im Internet müssen europäische Regeln gelten, auch für amerikanische und chinesische Tech-Konzerne.
Und unsere Kinder dürfen wir mit den sozialen Medien nicht allein lassen. Wir werfen sie ja auch nicht einfach ins Hallenbad, bevor sie schwimmen gelernt haben. Das Netz braucht Regeln und Ausbildung, vom Seepferdchen bis zum Schwimmabzeichen Gold. Auch da spreche ich aus Erfahrung. Jeder Vater, jede Mutter weiß, wovon ich rede.
Freiheit und Sicherheit
Unsere Heimat liegt dort, wo wir uns sicher fühlen. Wo die Angst regiert, gibt es keine Freiheit. Deshalb bin ich hier ganz klar: Ob am Bahnhof oder im Park, in der Großstadt oder im Dorf: wir müssen uns an jedem Ort im Land, zu jeder Tages- und Nachtzeit frei und ohne Angst bewegen können.
Ich will das angeschlagene Sicherheitsgefühl im Land in Ordnung bringen, wenn es nötig ist, auch mit robusten Maßnahmen. Für Kriminelle gibt es keinen Rabatt, auch keinen Kulturrabatt. Ich setze dabei auf den Rechtsstaat und eine bürgernahe Polizei. Wer unsere freie Lebensweise attackiert oder abschaffen will, ist mein Gegner; egal woher er kommt.
Das Grundgesetz ist unsere Leitkultur, alles andere regelt das Strafgesetzbuch. Denn ohne Regeln geht es nicht. Ich wünsche mir, dass wieder mehr Ruhe und Ernst einkehrt in die politischen und ökonomischen Debatten, die zunehmend von Polarisierung, ja Feindschaft, geprägt sind.
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
Meine Kandidatur ist eine Einladung an Sie. Zusammen können wir neue Kraft aufnehmen, nicht gespalten, nicht vereinzelt, nicht aufgehetzt und gestresst. Der Weg in die Zukunft führt nicht rechts oder links über ideologische Sonderwege. Diese Routen führen, das hat die deutsche Geschichte gezeigt, bestenfalls in eine Sackgasse, oder schlimmer: ins Verderben.
Mein politischer Maßstab ist die jeweils beste Lösung für Baden-Württemberg. Ein Weg, der uns nicht aufspaltet, sondern in einem neuen Republikanismus zusammenführt. Ein Republikanismus, für den Kompromissfähigkeit eine Tugend und kein Schimpfwort ist.
Das geht alles nicht von selbst. Die Zukunft wird uns einiges abverlangen. Die Politik muss die richtigen Weichen stellen. Ich verspreche Ihnen: Ich möchte ein Ministerpräsident sein, der alle Bürgerinnen und Bürger im Blick hat – und nicht nur diejenigen, die sich am lautesten zu Wort melden. Ich will Brücken bauen und das Verbindende über das Trennende stellen. Für mich zählt das Gespräch auf Augenhöhe; das bessere Argument. Die Größe des Geldbeutels oder das Parteibuch zählen für mich nicht.
Ich halte viel davon, die Dinge beim Namen zu nennen, anstatt sie in Watte zu packen. „Ein Gespräch setzt voraus, dass der andere Recht haben könnte“ – dieser Satz des Heidelberger Philosophen Hans-Georg Gadamer prägt mich durch und durch. Die „Politik des Gehörtwerdens“, die Winfried Kretschmann in den vergangenen 15 Jahren geprägt hat, will ich fortsetzen.
Mein Freund Winfried Kretschmann hat anderthalb Jahrzehnte verlässlich und erfolgreich regiert. Ich schätze unseren Ministerpräsidenten als Führungspersönlichkeit und Ratgeber. Und stehe in seiner Tradition: Erst das Land. Dann kommt lange nichts. Dann die Partei und ganz zum Schluss die Person. Deshalb freut es mich, dass er meine Kandidatur tatkräftig unterstützt.
Ein paar Worte zum Schluss über meine Partei
Ich will ein neues Kapitel aufschlagen im Land. Dafür werbe ich um Ihre Stimme und Ihr Vertrauen. In den vergangenen Monaten habe ich in vielen Gesprächen große Sympathie erfahren für meine Ideen. Aber ich will nicht drumherum reden: In manchem Veranstaltungssaal stand ein Elefant im Raum, oder besser formuliert: Ein grüner Elefant.
Da flüsterte mir der eine oder die andere zu: „Sie sind ja in Ordnung. Aber ihre Partei…?“
Dazu sage ich Ihnen folgendes: Dass meine Partei manchmal auch daneben lag und Nerven gekostet hat, weiß ich natürlich selbst am besten. Aber der Streit war die Sache immer wert. Irrwege erhöhen übrigens die Ortskenntnis. Entscheidend ist, was hinten rauskommt: Immer, wenn es darauf ankam, hat meine Partei gestanden, wie keine andere.
Als es darum ging, Vergewaltigung in der Ehe endlich zu einem kriminellen Straftatbestand zu machen, hat sich meine Partei gegen viele Widerstände in der CDU/CSU durchgesetzt. Wir haben am Ende auch nicht gewackelt als es 1999 darum ging, mit der Bundeswehr im Kosovo zu intervenieren, um dort Massaker zu verhindern. Als es darum ging, mit Arbeitsmarktreformen mehr Menschen in Lohn und Brot zu bringen und unser Sozialsystem zu modernisieren.
Wir haben gestanden, als Putin die Ukraine überfiel und uns den Gashahn abdrehte und dafür gesorgt, dass wir 2021/22 warm durch den Winter gekommen sind.
In wichtigen Debatten hat sich meine Partei nie etwas geschenkt. Ich bin seit mehr als vier Jahrzehnten dabei. Ich bin 1981 eingetreten. Es war ein anderes Land, auch die Grünen waren ganz anders. Und in Baden-Württemberg waren wir von Anfang an ein bisschen anders als die übrigen Landesverbände. Wir haben uns gefühlt und agiert wie Asterix und Obelix im gallischen Dorf. Nach den Landtagswahlen 1992 führten wir in Stuttgart die ersten Gespräche mit der CDU. Für andere Landesverbände war das ein Tabu. Das hat uns nicht interessiert. Wir gingen immer unseren eigenen Weg.
Dass Anfang der Neunziger die Bürgerrechtler aus der DDR zu uns stießen, hat meiner Partei sehr gutgetan. Ihr Mut, im Kampf für Demokratie und Menschenrechte auch hohe persönliche Risiken bis hin zu Gefängnis einzugehen, nötigt mir noch immer den größten Respekt ab.
Wir sind heute die Bündnisgrünen. Betonung auf: Bündnis. Ich bin noch immer dabei, aus voller Überzeugung.
Winfried Kretschmann ist Grüner. Joschka Fischer ist Grüner. Ideologische Experimente auf Kosten der Gemeinschaft waren mit Ihnen nicht zu machen. Sie alle haben sich in den Dienst der Republik gestellt. Als Joschka Fischer 1998 Außenminister wurde, sagte er in einem Interview: „Ich bin ein Grüner und mit Leidenschaft und Herz dabei, wenn ich für die Sache meiner Partei streite und – wo notwendig – auch mit ihr streite. Und als dieser Grüne bin ich deutscher Außenminister, aber nicht grüner Außenminister.“
Das ist auch mein Credo. Das Wichtigste ist: das Beste für das Land. In diese Tradition reihe ich mich gerne ein. Dafür gebe ich Ihnen mein Wort.
Dafür stehe ich 2Ö26 ein, auch gegenüber meiner Partei. Deshalb bitte ich Sie, wenn Sie zuhause Ihren Briefwahlbogen ausfüllen, oder am 8. März allein in der Wahlkabine stehen, um ihr Vertrauen und Ihre Stimme.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr Cem Özdemir