Anfang Juni war Cem Özdemir auf politischer Sommertour in ganz Baden-Württemberg unterwegs, um mit Bürger*innen, Handwerker*innen, Unternehmer*innen und Expert*innen darüber zu reden, was unser Land stark macht. Ein Rückblick.
Wenn ich auf meine Sommertour zurückblicke, bleibt vor allem eines: Baden-Württemberg kann Zukunft. Überall habe ich Menschen getroffen, die nicht jammern, sondern anpacken.
Das Handwerk zeigt, wie es geht: Egal ob beim Elektrobetrieb Nürk in Nürtingen oder bei Holzbau Maier in Lippach – die nächste Generation zieht mit und weiß genau, worauf es ankommt.
Bei der Traditionsbäckerei Zoller hat mich die Belegschaft mit in ihre neue Backstube genommen – von einem baden-württembergischen Bauunternehmen klimaschonend gebaut mit Recyclingbeton „made in THE LÄND“. Hier verbinden sich Handwerkstradition und Zukunft in jedem Handgriff.
Überall habe ich gespürt: Die Menschen reden Klartext und beweisen, dass Handwerk Herz und Haltung hat. Ohne Handwerk keine Wärmewende, kein Klimaschutz, kein Wohlstand.
Das Handwerk ist Motor unseres Mittelstands. Damit das so bleibt, braucht es auch künftig viele Meisterinnen und Meister. Deshalb will ich gezielt Schwerpunkte setzen: mit dem kostenlosen Meister und einer neu aufgestellten Meistergründungsprämie.
Auch in unserer Wirtschaft macht vieles Mut. Der Hightech-Mittelständler Schölly in Denzlingen exportiert Medizintechnik aus dem Schwarzwald in die ganze Welt. Bei JobRad in Freiburg habe ich Gründerinnen und Gründer getroffen, die vor Begeisterung für ihre Ideen sprühen. Und bei Audi berichteten mir Auszubildende, wie sie an den Antrieben der Zukunft arbeiten.
Überall entstehen Ideen, die zusammenbringen, was zusammengehört: Klimaschutz und Arbeitsplätze, Innovation und Heimat, Hightech und Handwerk.
Und das Wichtigste: die vielen Begegnungen unterwegs. Beim Mountainbiken in Aalen habe ich mit Simon Gegenheimer und Linus Ott gesprochen – Athleten, die Brücken bauen zwischen Naturschützern, Wanderern und Mountainbikern. In meinen Bürgerdialogen habe ich Schüler erlebt, die sich für ihre Zukunft einsetzen, und Rentner, die erzählen, wie sie die Energiewende in ihrer Nachbarschaft gestalten. Und beim Weinfest in Lauffen war es der Winzer, der mir seinen Riesling einschenkte und sagte: „Wir wollen klimafreundlich arbeiten – aber wir brauchen eine Politik, die uns dabei unterstützt.“
Überall spürt man die Lust, ins Gespräch zu kommen, über Lösungen zu diskutieren und das Verbindende in den Mittelpunkt zu rücken. Genau das ist die Stärke unseres Landes – und darauf können wir bauen.