
Gisela Splett wurde 1967 in Sindelfingen geboren. Aufgewachsen ist sie in Böblingen und Holzgerlingen, wo sie bei den damals neu gegründeten „Bürgern für Natur und Umweltschutz“ erste politische Erfahrungen sammelte. Auch die ersten Demo-Erfahrungen machte sie als Schülerin: bei der Menschenkette von Stuttgart nach Ulm gegen die atomare Aufrüstung und anderen Aktionen der Friedensbewegung. Von 1986 bis 1991 studierte Splett an der Universität Bayreuth Geoökologie – und lernte dort auch ihren Mann kennen. Für ihre Diplomarbeit im Fachbereich Bodenkunde verbrachte sie vier Monate in Ruanda. In eine andere Himmelsrichtung zog es sie nach dem Studium: ihre erste Arbeitsstelle nach dem Studium fand Gisela beim Norwegischen Waldforschungs-Institut in der Nähe von Oslo. Von dort ging es zurück ins „Ländle“ nach Karlsruhe, wo sie ab 1992 bei der Landesanstalt für Umweltschutz Baden-Württemberg als wissenschaftliche Angestellte arbeitete und berufsbegleitend promovierte.
Ein paar Berufsjahre später, als Mutter eines damals dreijährigen Sohns, trat Splett 1997 den Grünen bei. 1999 wurde sie in den Kreisvorstand gewählt und einige Monate später zog sie in den Karlsruher Gemeinderat ein, wo sie zunächst Sprecherin der Grünen Fraktion für Stadtplanung, Verkehr, Naturschutz wurde. Von 2001 bis zur Geburt ihrer Tochter 2004 arbeitete Splett im Naturschutzreferat des Regierungspräsidiums Karlsruhe.
Politisch ging es derweil weiter mit einer Bundestagskandidatur im Jahr 2002, mit der Übernahme des Fraktionsvorsitzes im Gemeinderat im Jahr 2003 und der Wahl in den Vorstand der grünen kommunalpolitischen Vereinigung GAR im gleichen Jahr, dem sie bis 2008 angehörte. 2004 erfolgte die Wiederwahl in den Karlsruher Gemeinderat, wo Splett bis zur ihrem Einzug in den Landtag im Jahr 2006 Fraktionsvorsitzende war.
Seither ist sie als Mitglied der Grünen Landtagsfraktion zuständig für Umwelt- und Naturschutz sowie Entwicklungspolitik. Wichtig ist ihr, beide Themenfelder zusammen zu denken: eine Reduzierung unseres Ressourcenverbrauchs ist dringend notwendig, sowohl im Sinne globaler Gerechtigkeit als auch hinsichtlich unserer Verantwortung für zukünftige Generationen. "Ein verantwortungsvoller Umgang mit der Erde, die wir bekanntlich von unseren Kindern nur geborgt haben, sind Leitlinien meines politischen Handelns", so Splett.
Für Hobbys bleiben Gisela Splett wenig Zeit. Trotzdem hat sie einen Imkereikurs besucht und testet die neu gewonnenen Erkenntnisse nun an einem eigenen Bienenvolk.
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