
Stuttgart 21 erreicht keine gute Betriebsqualität, kritisiert die Fraktionsvorsitzende Edith Sitzmann in einer ersten Bewertung des Stresstests.
»Audit der sma zur Betriebsqualitätsüberprüfung von Stuttgart 21
Donnerstag, 21. Juli 2011Freitag, 22-07-11 09:04
In Stuttgart jedoch ist die Entscheidung gefallen. Wer den neuen Bahnhof immer noch zu sehr hasst, wenn er fertig ist, mag dann halt nicht im Erste-Klasse-Abteil in den Urlaub reisen, sondern mit dem Mercedes über die Autobahn brausen.
Freitag, 22-07-11 09:02
Hat das Stuttgarter Kasperltheater endlich ein Ende? Der Stresstest zu S21 war von Anfang an ein Witz, denn der Streit zwischen Befürwortern und Gegnern drehte sich um reine Glaubensfragen. Jetzt wird der Bahnhof also gebaut - und die Protestierer sollten ab nach Hause. Zur Not mit dem Auto.
Freitag, 22-07-11 01:04
Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger aus Stuttgart und Umland,
einen netten Gruß aus Leipzig und mit den Stresstest ist aber nicht die Wirtschaftlichkeit des Projektes erwiesen, sondern der technische und technologische Aufwand und die Fahrgastlogistik ist nur in Betracht gezogen. Denn hier wäre eine Gebrauchswert-Kosten-Analyse notwendig, um das Kosten-Nutzen-Verhältnis darzustellen. Darüber spricht keiner, weder die Verantwortlichen der Bahn sowie die Politiker.
Schauen Sie über den Tellerrand hinaus. Das beste Beispiel von Kostenexplosionen eines Citytunnels erlebt man in Leipzig live.
Diese Stadt baut gemeinsam mit der Deutschen Bahn einen Citytunnel und gefördert von der EU, Bund und dem Bundesland Sachsen sowie von der Stadt Leipzig selbst. Der Citytunnel hat eine Länge von 3900 m mit jeweils 2 Röhren, zwischen Hauptbahnhof und Bayerischen Bahnhof innerhalb Leipzigs, der Tunnelverlauf erfolgt quer also durch die Innenstadt.
Geplante Kosten: 572 Millionen € - Stand vom 16.10.2004
Planung: 2000
Baubeginn: 2003
Bauende: 2013/14
Aktueller Kostenstand: 960 Millionen - Stand vom 06.04.2011
Das Land Sachsen beteiligte sich ursprünglich an dem Projekt mit Kosten 182 Millionen €, mittlerweile ist das Land mit 500 Millionen beteiligt und wird auch auf den Kosten sitzen bleiben.
Auf die Bahn ist auch kein Verlass in Bezug auf Projekttreue, im Projekt steht, dass die DB mit diesen Tunnelprojekt den Streckenachsen Berlin-Leipzig-Nürnberg-München plant. In der Zwischenzeit wandte sich die DB von dieser Planung des Streckenverlaufs ab und zog während der Bauphase die Thüringer Variante als Streckenverlauf nach München vor. Die noch treuerer ist, aufgrund der vielen geplanten und gebauten Tunnels im Thüringer Wald für die ICE-Strecke. So stellte die DB am Tunnelprojekt Citytunnel Leipozig fest, dass der Tunnel für Fernzüge ungeeignet ist und durch diese Röhren können nur Nahverkehrszüge fahren.
Damit Sie sich ein Bild über den Tunnelbau in Leipzig in diesem Zusammenhang der Kostenexplosionen machen können, hierzu sind folgende Quellen:
http://nachrichten.lvz-online.de/leipzig/citynews/rechnungshof-analysiert-kostenexplosio[..]
Gutachten vom Sächsischen Rechnungshof:
http://www.rechnungshof.sachsen.de/download/SRH_Gutachten_CityTunnelLeipzig.pdf
Ich glaube diese Info´s können für Sie von Interesse sein. Ich bitte Sie, dass das AKTIONSBÜNDNIS "STUTTGART `21" an der Pressekonferenz mit Heiner Geißler teilnehmen soll, und als negativ Fall das Citytunnelprojekt von Leipzig in die Öffentlichkeit des Stuttgarter Raumes bringen soll. Es wäre ein Argument gegen die Realisierung des Projektes von mehreren Milliarden EURO, denn mit unseren kurzen Tunnel in Leipzig stehen wir kurz vor einer Milliarde.
Das soll Ihren Wälerinnen und Wähgern nicht vor enthalten werden.
Donnerstag, 21-07-11 21:05
Ich finde man sollte weniger fragen wird gebaut oder nicht, sondern wie sehen die Rahmenbedingungen und Vereinbarungen für die Zukunft aus. Die kann Grüen-rot noch selber ohne fesseln bestimmen.
1. In ganz BW muss es einen geordneten offenen Wettbewerb um SPNV-Leistungen geben, nie wieder Direktvergaben.
2. Mit den Ausschreibungen muss ein Bonus-Malus-System eingerichtet werden, dass es für alle verspäteten und ausgefallenen Züge Abzüge gibt. In SH gibt es das schon länger. In BW sollte man nur darauf achten, dass die Verursacher getroffen werden, also Verspätungen durch zu kleine Bahnhöfe auch an die Bahnhofbetreiber weitergegeben werden kann. Damit werden Pannen in S21 endlich für die Bahn auch wirtschaftlich zu einem Ärgernis.
3. Die Bahn muss bei ihren Scheinargumenten gepackt werden und darauf festgenagelt werden. Wenn sich die Bahn so sicher ist, dann sollte sie keine Angst davor haben, eine Vereinbarung mit dem Land BW einzugehen, dass alle späteren Umbauten und/oder Erweiterungen wegen zu wenig Kapazität allein von der Bahn finanziert werden müssen. Mit einer solchen Vereinbarung bewegt man die Bahn wirtschaftlich viel eher zu einer Überplanung, als duch Aktionismus und Vandalismus.
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