

Zu Beginn des ersten Ferienwochenendes im Land haben die baden-württembergischen Grünen an der A 8 bei Stuttgart ein sichtbares Zeichen für mehr Klimaschutz und mehr Sicherheit im Straßenverkehr gesetzt. Mit einem Transparent mit der Aufschrift „120 – Tempolimit fürs Klima“ warben die grünen Landesvorsitzenden Petra Selg und Daniel Mouratidis gemeinsam mit Winne Hermann und Werner Wölfle, den Verkehrsexperten der grünen Bundestags- und Landtagsfraktion, auf einer Autobahnbrücke für eine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung von 120 km/h auf deutschen Autobahnen.
„Der Straßenverkehr trägt massiv zur Erderwärmung bei. In Baden-Württemberg ist er für fast 30 Prozent der Treibhausgas-Emissionen verantwortlich und bildet damit noch vor den Kraftwerken den Klimakiller Nr. 1 im Land. Deshalb brauchen wir dringend ein Tempolimit von 120 km/h auf Autobahnen – so könnte die Menge an CO2, die Autos auf Autobahnen ausstoßen, um 9 Prozent reduziert werden“, erklärte Daniel Mouratidis. Seine Co-Vorsitzende Petra Selg ergänzte: „Es ist doch absurd, dass Deutschland weltweit die einzige Industrienation ohne eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen ist. Ein Tempolimit wäre nicht nur wichtig fürs Klima, sondern auch für die Verkehrssicherheit: 20 bis 30 Prozent der schweren Unfälle könnten verhindert und damit die Zahl der Verkehrstoten deutlich reduziert werden.“
Der verkehrspolitische Sprecher der grünen Bundestagsfraktion Winne Hermann betonte, dass eine Geschwindigkeitsbegrenzung eine der wenigen Maßnahmen sei, die sofort und kostenlos durchführbar wäre und so unmittelbar einen wirksamen Beitrag zum Klimaschutz im Verkehrssektor leisten würde. Hermann hob außerdem die indirekten Wirkungen hervor: „Ein Tempolimit hätte auch positive Effekte auf die Konstruktion sparsamerer PKW und könnte dem Trend zu immer größeren und stärker motorisierten Autos entgegenwirken. Rasende Spritschlucker könnten so bald der Vergangenheit angehören.“
Werner Wölfle, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen im baden-württembergischen Landtag machte deutlich, dass eine Geschwindigkeitsbegrenzung einen flüssigeren Verkehrsfluss bringen würde: „In allen Urlaubsländern rund um Deutschland gilt ein Tempolimit. Der Verkehr rollt dort sauberer, sicherer und gemütlicher als bei uns – nur nicht langsamer. Mit dieser Erkenntnis werden wieder Millionen aus dem Urlaub zurückkommen. Deshalb: auch ein Tempolimit in Deutschland." Außerdem könne man mit einem besseren Verkehrsfluss viel Geld sparen, sagte Wölfle. So habe die EU-Kommission festgestellt, dass durch Staus auf deutschen Autobahnen allein im letzten Jahr ein volkswirtschaftlicher Schaden von zehn bis zwölf Milliarden Euro entstanden sei.
Freitag, 27. Juli 2007Freitag, 10-06-11 22:18
Weis die Dame überhaupt, wieviel Menschen auf Autobahnen jährlich tödlich verunglücken? Sie spricht von einer "deutlichen" Reduzierung" an Verkehrstoten. Es scheint Ihr völlig entgangen zu sein, dass ein Gros dieser Unfälle auf Autobahnen Alkoholbedingt ist, bzw. durch Übermüdung hervorgerufen wird. Das, wird natürlich gekonnt unterschlagen. Schade. Und Staus entstehen nicht durch Tempo, sondern meist durch Unfälle und sehr hohes Verkehrsaufkommen. Rund um das Echterdinger Ei ist zu Stosszeiten Dauerstau. Mit Limit, wohlgemerkt! Flexiblen Verkehrsleitsystemen gehört die Zukunft und nicht irgendwelchen Blechtalfeln
Montag, 06-06-11 23:56
Abschaffung aller Autos oder Tempo 30 überall !!!
Stoppt die Bahn!
Donnerstag, 28-04-11 15:44
Das wäre eine generelle Einschränkung der Freiht in unserer Demokratie.
Donnerstag, 28-04-11 10:39
Dann macht das Tempolimit jetzt zur Wirklichkeit!
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