

Die baden-württembergischen Grünen haben die Genehmigung des vorzeitigen Baubeginns des Kohlekraftwerks in Mannheim durch das Regierungspräsidium Karlsruhe scharf kritisiert. „Das geplante neue Kohlekraftwerk tritt den Klimaschutz mit Füßen, schädigt die Umwelt und stellt eine Gefahr für die Gesundheit der Menschen vor Ort dar. Anstatt die Energiewende voranzutreiben, werden so überholte Strukturen der Energieerzeugung zementiert“, erklärte die Grünen-Landesvorsitzende Petra Selg.
„Der Bau des neuen Kohlekraftwerks ist eine klimapolitische Geisterfahrt“, so Selg. Kohlekraftwerke seien wahre Klimakiller, keine andere Form der Energiegewinnung stoße so viel CO2 aus. Der Verzicht auf neue Kohlekraftwerke müsse deshalb Dreh- und Angelpunkt jeder wirksamen Klimaschutzstrategie sein.
Außerdem würden neue Kohlekraftwerke wie das in Mannheim die Energiewende ausbremsen. „Wer jetzt auf Kohle setzt, schadet nicht nur dem Klima, sondern konserviert auch die veralteten zentralistischen Großstrukturen der Energiewirtschaft. Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Energieeinsparung – das sind die Schlüssel für eine zukunftsfähige und nachhaltige Energieversorgung“, sagte die Grünen-Landesvorsitzende.
Verlierer des Kraftwerkbaus seien auch die Menschen in Mannheim: „Das Kraftwerk ist eine echte Dreckschleuder. Es wird Unmengen von giftigen Feinstäuben, Quecksilber, Stick- und Schwefeloxiden und anderen gesundheitsschädlichen Stoffne ausstoßen – auf Kosten von Mensch und Umwelt vor Ort“, kritisierte Selg.
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