

„Die heutigen bundesweiten Anti-Atom-Demonstrationen am Jahrestag der Katastrophe von Fukushima haben eindrucksvoll deutlich gemacht: Die Menschen in Deutschland wollen aussteigen aus der nuklear-fossilen Energiegewinnung, sie wollen den Einstieg in die Erneuerbaren! Wir brauchen eine echte Energiewende – und zwar jetzt“, sagte der Grünen-Landesvorsitzende Chris Kühn bei der Demonstration am AKW Neckarwestheim.
In Neckarwestheim hatten sich zum Jahrestag der Katastrophe von Fukushima 5.000 Menschen versammelt, um der Katastrophe von Fukushima zu gedenken und der Forderung nach einer Energiewende Nachdruck zu verleihen.
„Die Bundesregierung hat die Signale nicht verstanden: Zwar hat man nach Fukushima den Ausstieg aus der Atomkraft beschlossen. Aber wer aussteigt, muss eben auch bei den Erneuerbaren Energien einsteigen! Merkel, Röttgen und Co. zeigen aber, dass sie es nicht können: Durch die Kürzungen bei der Photovoltaik im Hau-Ruck-Verfahren gefährden sie eben diese Energiewende“, erklärte Thekla Walker, Vorsitzende der baden-württembergischen Grünen.
„Wir Grüne werden deshalb den Druck aufrecht erhalten. Wir wollen eine dezentrale Energiegewinnung auf Basis von Wind, Sonne und Biomasse. Die Bundesregierung steht aber mit den geplanten Kürzungen im Photovoltaik-Bereich einzig und allein für eine Lobbypolitik im Sinne der großen Energieversorger“, hob Kühn hervor.
„Wie es richtig geht, zeigt die grün-rote Landesregierung: Sie macht den Weg frei für den Ausbau der Windenergie im Ländle“, meinten die beiden Landesvorsitzenden abschließend.
Sonntag, 11. März 2012Freitag, 08-03-13 15:57
Nun - wo stehen wir ein weiteres Jahr nach dem Erdbeben und nachfolgendem Tsunami mit 15.880 Toten und 2.700 Vermissten? Es gibt glücklicherweise keine Toten durch die Strahlung, der Beschluss der alten japanischen Regierung aus der Kernkraft auszusteigen ist zurückgenommen, weil die japanische Bevölkerung eine Regierung gewählt hat, die realistischer ist. Wann endlich kehrt auch in Deutschland Vernunft ein?
Mal sehen, bis wann wir von chinesischen und russischen Kernkraftwerken umringt sind. Siehe Link unter dem Namen, China will 5 Kernkraftwerke in Großbritannien bauen.
Mittwoch, 09-05-12 21:50
@pelayo - der Bau eines Pumpspeicherkraftwerks... Und wieviele brauchen wir davon? Um ein kleines Kernkraftwerk (Neckarwestheim 1 mit 900 MW) für eine Woche zu ersetzen, brauchen wir ca. 300 Pumpspeicherkraftwerke á la Glems, 1 Mio m³ Oberbecken, 1 Mio m³ Unterbecken, 300 m Höhe. Und nach 1 Woche? Brauchen wir ca. 10 Tage lang 800 MW Überschussstrom, um das Wasser wieder hochzupumpen.
Noch Fragen, Kienzle?
Sonntag, 08-04-12 11:06
Zitat aus "Eike":
"Nach Herrn Özdemir hätte „ die Energiewende schon längst beginnen müssen“. Da jetzt das Denken angesagt ist, sollte er berücksichtigen – was man schon vorher hätte wissen können – dass eine in Jahrzehrzehnten entwickelte elektrotechnische Versorgungsstruktur nicht über Nacht radikal verändert werden kann. Auch die Energiewende erfordert Jahrzehnte, wenn sie denn technisch möglich und wirtschaftlich überhaupt vernünftig wäre. Beides ist es nicht! Schon das Beispiel Speicherung demonstriert einen gravierenden Mangel. Der Bau eines Pumpspeicherkraftwerkes erfordert mindestens 10 Jahre Untersuchungs-, Planungs- und Genehmigungszeit, 10 Jahre Bauzeit und kostet zwischen 600 und 800 Mill. Euro, und für die nötige Versorgungssicherheit brauchen wir davon Hunderte. Das ist weder topografisch noch geologisch möglich. Dass die Schwarz-Gelben „tief in ihrem Herzen nie an die erneuerbaren Energien geglaubt haben“ mag sein, jedenfalls nicht so naiv und innig wie Bündnis90/Die Grünen. Leider hat Schwarz-Gelb mit verängstigtem Blick auf Wählerstimmen versäumt, sich gegen den Glauben zu wehren und mit Sachargumenten Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit zu leisten. An Argumenten und Fakten fehlt es nicht, denn inzwischen gibt es genug schlimme Erfahrungen mit der Praxis der ‚Erneuerbaren’; das Internet ist voll davon. Der Kern des Problems liegt tiefer: „In Deutschland sind mehr Menschen leichter verführbar“, bemerkte Helmut Schmidt in einem TV-Gespräch. Wie die Geschichte lehrt, ist das so. Sachgerecht zu entscheiden und pragmatisch zu handeln, wäre angesagt. Denkste! Es dominieren Angst, Emotion und nicht selten sogar Panik. "
Dem ist nichts hinzuzufügen.
Samstag, 24-03-12 09:05
Zur Energiewende: http://www.welt.de/print/die_welt/debatte/article13940773/Raubbau-mit-Oekosiegel.html
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