

Zur heutigen Pressekonferenz der CDU zu ihrem Leitantrag erklärt Thekla Walker, Landesvorsitzende der Grünen Baden-Württemberg:
"Wir werten es als Grünen Erfolg, dass mittlerweile richtig Bewegung in das Thema Gleichstellung und Geschlechterdemokratie gekommen ist. Wir haben bereits klar zum Ausdruck gebracht, dass der nächste konsequente Schritt die Festschreibung paritätisch besetzter KandidatInnenlisten nach dem Reißverschlussverfahren im Kommunalwahlgesetz sein muss. Selbst die CDU scheint nun willens, die Unterrepräsentation von Frauen in den Kommunalparlamenten zumindest als Problem wahrzunehmen.
Als Landesvorsitzende fühle ich mich deshalb auch in der Entscheidung bestätigt, der Forderung nach gesetzlichen Vorgaben zur paritätischen Besetzung von KandidatInnenlisten noch einmal durch eine Resolution auf unserem Landesausschuss am 23. Juni Nachdruck zu verleihen, das hat dem Thema noch einmal Schub gegeben.
Der Leitantrag des CDU-Vorstands für den Landesparteitag am 21. Juli 2012 ist inhaltlich natürlich enttäuschend. Dass man "zur nächsten Kommunalwahl Frauen und Männer möglichst in gleicher Anzahl" aufstellen will (S. 9), hat wohl kaum Neuigkeitswert und enthält noch nicht einmal für die Partei selbst verbindliche Zusagen. Die CDU sollte außerdem wissen, dass selbst damit die schwerwiegenden Defizite in Baden-Württemberg noch lange nicht gelöst wären:
1. Die stärkste Gruppierung bei der Kommunalwahl sind schließlich weder die Grünen, noch die CDU, sondern die Freien Wähler, deren Frauenanteil häufig sogar noch unter dem der CDU liegt.
2. Wir brauchen Geschlechterparität nicht nur auf kommunaler Ebene, sondern auch zur nächsten Landtagswahl, schließlich ist der Frauenanteil von 18% im gegenwärtigen Landtag schlicht skandalös.
Wir erwarten deshalb von der CDU, sollte sie es ernst meinen mit der Gleichstellung von Frauen und Männern, dass sie uns bei unseren Initiativen zu gesetzlich vorgeschriebenen Quotierungen unterstützt, sowohl bei der Neufassung des Kommunalwahlgesetzes, als auch in Bezug auf das Landtagswahlrecht. Es kann einfach niemand mehr leugnen, dass es ohne gesetzliche Vorgaben leider nicht geht, das ist mittlerweile nicht mehr zu bestreiten."
Donnerstag, 21. Juni 2012Freitag, 22-06-12 09:43
Dann brauchen wir aber auch noch die NEUTRUM-Quote, damit für Es Walker auch noch ein Plätzchen bleibt.
Ansonsten hat h.g. vollkommen recht, um Gleichstellung gehts immer nur dort, wo Vorteile gesehen werden, Negatives will man nicht teilen.
Donnerstag, 21-06-12 17:43
Der überwiegende Teil der "Grünen-Frauen" sind wohl das beste Argument gegen eine Frauenquote.
Der obige Artikel von Frau Walker erinnnert irgendwie an die sinnfreien Statements von Frau Roth. Es entspricht der demokratischen Denkweise, dass Frauen und Männer die gleichen Rechte haben, dass aber auch Parteien, Konzerne, Betriebe und Institutionen jegliche Art selbst entscheiden können, mit wem sie welchen Posten besetzten.
Alles andere käme einer Diktatur gleich. Zu erwähnen wäre zudem, dass die Quotierung bei den Grünen, wie sie beispielsweise mit den Listenplätzen bei Wahlen praktiziert wird,
alles andere als gerecht ist, denn hier werden eindeutig die Männer benachteiligt.
Bei den ganzen Forderungen der Grünen in Sachen Gleichstellung und Quotierung geht es wohl immer nur um attraktieve Posten in Wirtschaft, Politik u.ä.
Bei sogenannten "Knochenjobs" bzw. Tätigkeiten, bei denen die Gesundheit beeinträchtigt werden kann scheint eine Quotierung weniger gefragt zu sein.
Gibt es da wohl doch noch Unterschiede ?
Solange die Frauen und nicht die Männer Kinder gebären lässt sich ein Unteschied zwischen den Geschlechtern schwerlich wegdiskutieren, oder soll auch hier eine Quotierung seitens der Grünen verlangt werden. Es gibt seit Jahrtausenden ein biologisch bedingtes natürliches Rollenverhalten bei Mann und Frau.
Eine Partei, welche immer die Vokabel "Natur" wie eine Monstranz vor sich herträgt, sollte ein durchaus natürliches Verhalten zwischen den Geschlechtern akzeptieren und zudem auch darauf verzichten eine bewährte Familienform als angestaubt zu bezeichnen.
Es ist immer wieder festzustellen, dass gerade linke Gruppierungen wie die Grünen möglichst alles undemokratisch reglementieren möchten, obwohl man sich doch Freiheit und Demokratie einst auf die Fahnen geschrieben hat und dafür bei jeder Gelegenheit auf die Straße gegangen ist. Kaum in Amt und Würden und ein wohl dotiertes Pöstchen ergattert, will man offensichtlich nichts mehr davon wissen und "beglückt" die Menschheit mit Reglementierungen jeglicher Art und schreckt hierbei mittlerweile vor nichts mehr zurück.
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