

„Auf den Anfang kommt es an. Die Grundlagen für den Bildungserfolg eines Menschen werden in der frühen Kindheit gelegt. Deshalb brauchen wir in Baden-Württemberg dringend ein ganzheitliches Bildungskonzept für Kinder von 0 bis 6 Jahren. Dabei muss spielerisches Lernen im Zentrum stehen“, erklärte die grüne Landesvorsitzende Petra Selg. Die Grünen erteilten einer stärkeren Verschulung der pädagogischen Arbeit in Krippen und Kindergarten – wie sie von der Landesregierung geplant werde – eine klare Absage. „Das ist der völlig falsche Weg. Kita und Kindergarten sind eigenständige Bildungseinrichtungen und kein bloßer Zulieferbetrieb für die Schule“, so Selg.
Ein massiver Ausbau der Krippenplätze für unter Dreijährige und der Ganztagesplätze ist aus Sicht des grünen Landesvorstandes dringend notwendig, da Baden-Württemberg hier im Bundesvergleich das Schlusslicht bilde. „Ein flächendeckendes und bedarfsgerechtes Betreuungsangebot für Kleinkinder erhalten wir aber nur, wenn das Land die Kommunen nicht länger im Regen stehen lässt. Das Land muss seine Beteiligung an den Betriebskosten von Kinderkrippen von 10 Prozent auf 30 Prozent erhöhen. Das absurde vorweihnachtliche Krippenspiel der Landesregierung muss beim Treffen mit den kommunalen Spitzenverbänden in der kommenden Woche endlich ein Ende finden“, sagte Petra Selg. Auch das Landeserziehungsgeld solle zur Finanzierung des Ausbaus der Kleinkindbetreuung umgewidmet werden.
Die von der CDU vorgeschlagene Einführung eines Betreuungsgeldes lehnen die Grünen strikt ab. Das Betreuungsgeld komme nicht zwangsläufig den Kindern zu gute. Gerade sozial benachteiligte Familien könnten aus finanziellen Gründen davon abgehalten werden, ihre Kinder in einer Kita betreuen zu lassen, selbst wenn das pädagogisch sinnvoll wäre. Für Selg ist das Betreuungsgeld zudem „ein gesellschaftspolitischer Dinosaurier, der als Herdprämie wirkt und Frauen dazu bringen soll, sich in ein überkommenes Rollenbild zu fügen“.
Der Grünen-Landesvorstand spricht sich außerdem für eine echte Qualitätsoffensive bei der frühkindlichen Bildung aus. „Wir brauchen bessere Rahmenbedingungen für frühkindliches Lernen. Notwendig sind etwa kleinere Gruppengrößen und ein besserer Personalschlüssel. Es ist unakzeptabel, wenn wie derzeit bei den Kindergärten im Land durchschnittlich auf eine Erzieherin 18 Kinder kommen“, sagte die grüne Landesvorsitzende. Außerdem müssten Krippe und Kindergarten künftig Spracherwerb und Sprachförderung in den Mittelpunkt stellen und viel mehr Wert auf Bewegungsförderung legen.
Um das Mittagessen von bedürftigen Kindern in Kindertageseinrichtungen und Ganztagesschulen zu bezuschussen, fordern die Grünen vom Land einen Sozialfonds in Höhe von sechs Millionen Euro jährlich. „In einem reichen Land wie Baden-Württemberg darf kein Kind hungrig bleiben. Der Hartz-IV-Regelsatz für Kinder sieht allerdings für Ernährung gerade mal 2,57 Euro pro Tag vor – davon kann kein Kind vernünftig ernährt werden. Das Land muss deshalb durch einen Sozialfonds auch armen Kindern ein warmes Mittagessen ermöglichen“, machte Selg deutlich.
Die Grünen treten außerdem für eine Verbesserung der Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern ein. Neben einer grundlegenden Reform der Fachschulausbildung sollten verstärkt Studiengänge für Frühpädagogik eingerichtet und die interkulturelle Kompetenz des Personals geschult werden. Selg sprach sich weiter dafür aus, mehr als bisher Menschen mit Migrationshintergrund und Mitarbeiter muslimischen Glaubens in staatlichen und konfessionellen Einrichtungen zu beschäftigen. „Das ist unerlässlich, um die Integration von Migrantenkindern zu fördern und erfolgreicher mit ihren Eltern zusammenzuarbeiten.“
Landesvorstandsbeschluss zur Frühkindlichen Bildung (Langfassung; PDF)
Landesvorstandsbeschluss zur Frühkindlichen Bildung (Kurzfassung; PDF)
Sonntag, 24. Februar 2008Grüne Hochschulpolitik stellt die Studierenden in den Mittelpunkt und reißt Bildungsblockaden ein. Chris Kühn im Interview. » mehr
14.05.2012, 19:21
@Zwiebeltuete Es geht uns um Gleichstellung nicht um Schlagzeilen. Und Quoten sind kein Unfug, sondern ein wirksames Mittel.
13.05.2012, 19:31
Herzlichen Glückwunsch an @gruenenrw @nrwspd und @HanneloreKraft zu diesem tollen Ergebnis. Ein Klares Mandat für Rot-Grün #nrw12
13.05.2012, 19:26
@gruenenrw: Herzlich Willkommen auf Twitter und gestärkt im neuen Landtag: @gruenefraknrw #nrw12
13.05.2012, 18:01
@Wahlrecht_de: Prognosen ARD/ZDF • CDU 26,0/25,5%, SPD 39,0/38,0%, GRÜ 12,0/12,0%, FDP 8,5/8,5%, LIN 2,5/3,0%, PIR 7,5/8,0% http://t. ...
13.05.2012, 15:28
Für eure letzten Fragen zu #nrw12 sind die @gruenenrw immer noch #3TW http://t.co/Imj6KcGN
13.05.2012, 15:26
Es wird knapp bei der Landtagswahl in NRW. Wählt @gruenenrw für eine rot-grüne Mehrheit & eine sozial-ökologische Politik. Ab ins Wahllokal!
13.05.2012, 14:05
@Die_Gruenen: Twittert zum Muttertag Grußkarten an Frau Schröder mit: "Ich habe da mal eine Frage @schroeder_k #muttertag" Motive auf ...
13.05.2012, 14:04
Ich habe da mal eine Frage @schroeder_k #muttertag http://t.co/1t7WK8zP
12.05.2012, 13:10
@Marion_Luettig: Uli Baumgärtner ist neue Sprecherin der LAG Frauenpolitik der @grueneBW ! Gratuliere!!!
12.05.2012, 11:36
@thorstenfaas: Ein Jahr Grün-Rot. My 2 cents zum Phänomen Kretschmann http://t.co/B96cHbVU bei Handelsblatt Online @hb_politik
Wir wollen das verkrustete Schulsystem in Baden-Württemberg aufbrechen. Chris Kühn im Interview. »mehr
Cem Özdemir spricht sich im Video für mehr Chancengerechtigkeit in unserem Bildungssystem aus. »mehr