

Aufgewachsen ist Winfried Kretschmann in einem liberalen, katholischen Elternhaus, in dem frei gedacht und gestritten und zugleich der ganze Reichtum des Kirchenjahres gelebt wurde. Vom Dorf auf der Schwäbischen Alb ging es dann auf´s Gymnasium in Oberschwaben.
Es folgte die 68er Sozialisation in linksradikalen K-Gruppen an der Uni Hohenheim. Nach diesem, wie Kretschmann sagt, „fundamentalen politischen Irrtum“ hat er dann erst mal als Lehrer SchülerInnen jenseits aller Ideologien über die fundamentalen chemischen und biologischen Zusammenhänge der Welt unterrichtet. Doch das Politische ließ ihn nicht los.
1980 gründete er mit anderen die GRÜNEN in Baden-Württemberg und zog wenig später mit fünf ParteifreundInnen in den Landtag als erste grüne Fraktion in einem Flächenstaat. 1986 holte ihn Fischer ins erste grüne Umweltministerium nach Hessen. Nach dem Bruch der Koalition mit „Dachlatten-Börner“ erfolgte die Rückkehr in den Landtag. Im Jahr 2000 geht Fritz Kuhn nach 12 Jahren Fraktionsvorsitz nach Berlin. Dieter Salomon wird sein Nachfolger und 2002 Oberbürgermeister von Freiburg. Seitdem ist das grüne Urgestein Fraktionsvorsitzender der baden-württembergischen Grünen. „Damit ist auch die Zeit der Querköpfigkeit vorbei. Jetzt muss ich integrieren, zusammenführen und zu allem was Kluges sagen.“ Er war Mitglied der Föderalismuskommission II.
Für die Landtagswahlen 2006 und 2011 wählten ihn die baden-württembergischen Grünen zu ihrem Spitzenkandidaten. Er war Teilnehmer an der Schlichtung von Heiner Geißler zum Bahnprojekt Stuttgart 21. Die Landtagswahl am 27. März machten die Grünen zur zweitstärksten Partei im Land, und Kretschmann zum ersten grünen Ministerpräsidenten.
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Kantig, ernsthaft, leidenschaftlich. Winfried Kretschmann ist der erste Grüne Ministerpräsident. »mehr
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Wir präsentieren den ersten grünen Ministerpräsidenten und die Grünen in seinem Kabinett. »mehr