

Die Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Thekla Walker, fordert die Landesbank Baden-Württemberg auf, sich nicht an Spekulationen mit Nahrungsmitteln zu beteiligen. Die jüngste Studie der Hilfsorganisation Oxfam Deutschland erhärtet den Verdacht, dass auch die öffentlich-rechtliche LBBW in zunehmendem Ausmaß das Geschäft mit Agrarrohstoffen betreibt.
„Wer mit Lebensmitteln spekuliert, macht sich mitverantwortlich für den Hunger auf der Welt“, so Walker. „Die LBBW-Führung muss schnellstens Stellung nehmen zu den Vorwürfen. Ich fordere die LBBW dazu auf, alle Fonds-Aktivitäten, die von der Spekulation mit Nahrungsmitteln betroffen sind, einzustellen.“
Laut Oxfam hat die LBBW-Tochter LBBW Asset Management mehrere Fonds aufgelegt, die insgesamt rund 196 Millionen Euro in Agrarrohstoffe mit Nahrungsmittelanteil investiert haben. Seit 2008 wurde dieses Geschäftsfeld massiv ausgebaut und aktiv beworben.
Insgesamt investieren deutsche Finanzinstitute laut Oxfam über 11 Milliarden EUR in an Nahrungsmittelpreise gekoppeltes Anlagevermögen. Durch diese Spekulation mit Agrarrohstoffen an den internationalen Warenterminbörsen sind die Nahrungsmittelpreise in den letzten Jahren mehrmals regelrecht explodiert.
Menschen im ärmeren Teil der Welt seien davon besonders betroffen. Sie müssten manchmal 80 Prozent und mehr ihres Einkommens für Lebensmittel ausgeben, erklärt Walker abschließend.
»Oxfam Spekulationsstudie - Mit Essen spielt man nicht
Freitag, 11. Mai 2012
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