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Ihr JA zu modernem Verkehr im ganzen Land!

Bahn und Bundesregierung vernachlässigen den Ausbau von Bahnstrecken in Baden-Württemberg seit vielen Jahren. Jetzt sollen viel Geld und Energie in den unsinnigen Bau von Stuttgart 21 fließen. So fehlen die Mittel, um die wirklich drängenden Probleme im Schienenverkehr endlich anzugehen.

Unser Land bleibt auf der Strecke

Seit Jahren sinkt die Zahl der Bahnhöfe stark. Viele sind ma-rode, nur einige barrierefrei. Und es sollen noch mehr Schalter geschlossen werden, Einsparungen beim Personal sind bereits geplant. In den letzten 60 Jahren wurde unser Schienennetz um rund 1.000 Kilometer verkleinert. Schon seit 1927 ist die Südbahn von Ulm bis zum Bodensee für die „Umstellung auf den elektrischen Betrieb“ vorgesehen. Doch passiert ist bis heute nichts. Die Hochrheinbahn von Basel nach Schaffhausen müsste längst elektrifiziert sein. Auch der Bau des zweiten Gleises auf der Gäubahn zwischen Tuttlingen und Horb und der Ausbau der Frankenbahn von Stuttgart nach Würzburg stehen aus.

Ist Stuttgart 21 das Ende der Rheintalbahn?

Besonders schwerwiegend sind die Versäumnisse auf der Rheintalstrecke zwischen Basel und Karlsruhe: In den vergangenen 24 Jahren ist nur ein Viertel des viergleisigen Ausbaus vollendet worden. Und das, obwohl die Strecke die Güterzüge des bald fertiggestellten neuen Gotthardtunnels aufnehmen soll. Auch hier haben die Bundesregierung und die Bahn die Menschen im Rheintal nicht in einem Bürgerbeteiligungsprozess mit einbezogen. Mindestens vier Milliarden Euro kostet die Fertigstellung noch, doch für das kommende Jahr stehen gerade einmal 20 Millionen zur Verfügung. Geht es in diesem Tempo weiter, ist die Rheintalbahn erst in 200 Jahren fertig.

Stuttgart 21: Kostet viel – bringt nichts

Im Regionalverkehr mit dem Ziel Stuttgart bringt der Tiefbahnhof kaum Zeitersparnis. Der Großteil der angeblichen Vorteile geht auf dichtere Fahrpläne und Durchmesserlinien zurück, die auch mit dem bestehenden Kopfbahnhof möglich sind. Der Stresstest im letzten Sommer hat ergeben, dass Stuttgart 21 ein bedenkliches Nadelöhr für den Verkehr im ganzen Land wäre. Eine Zunahme der Verspätungen und Zugausfälle wäre die Folge. Der Kompromiss von Heiner Geißler soll die Vorteile von Kopf- und Tiefbahnhof verbinden und wäre dreimal so leistungsfähig wie Stuttgart 21. Eine Studie des Verkehrsberatungsunternehmens SMA belegt: Ein modernisierter Bahnhof nach dem Alternativkonzept Kopfbahnhof 21 bringt den Reisenden im Land mehr Vorteile als Stuttgart 21.

Der Verkehrskollaps in Stuttgart

Stuttgart 21 gefährdet den Betrieb der S-Bahn, denn der zusätzliche Halt an der neuen Station Mittnachtstraße würde die Fahrzeit aller S-Bahnen verlängern. Weil sonst das Notfallkonzept für die S-Bahn nicht funktionieren würde, müssten alle Fahrpläne auf den Kopf gestellt werden. Stuttgart 21 löst also keine Probleme, sondern schafft neue.

Die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm

Stuttgart 21 bringt keine Zeitersparnis. Diese ist einzig und allein das Ergebnis der vorgesehenen Neubaustrecke über Wendlingen, die aber auch mit einem ausgebauten Kopfbahnhof angeschlossen werden kann. Über die Neubaustrecke nach Ulm wird am 27. November nicht abgestimmt.

Sorgen Sie am 27. November für modernen Verkehr im ganzen Land: Stimmen Sie bei der Volksabstimmung mit JA!


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